Jahresberichte
Kommunale Abstimmungen und Wahlen
| 18. Mai 2025 | Ja | Nein | Stimmbe-teiligung |
|---|---|---|---|
| Gründung Sicherheitsverbund Hinterthurgau | 1’410 | 178 | 32.39 % |
Gemeinderat
Zusammensetzung
Der Gemeinderat setzt sich aus dem Gemeindepräsidenten als Vorsitzender, der Präsidentin der Schulkommission und fünf weiteren Mitgliedern zusammen. Die Sirnacher Gemeindebehörde ist nach dem Ressortsystem organisiert. Der Gemeinderat setzt sich seit März 2024 wie auf dem Foto zusammen.
Aufgaben
Dem Gemeinderat obliegt die politisch-strategische Führung der Gemeinde und somit ist er für eine Vielzahl von Aufgaben zuständig. Seine Aufgaben und Kompetenzen sind in der Gemeindeordnung detailliert festgehalten. Der Gemeinderat ist jeweils für vier Jahre gewählt. Die laufende Legislatur endet Ende Mai 2027.
Im Berichtsjahr befasste sich der Gemeinderat in 15 Sitzungen mit insgesamt 288 Geschäften. Zusätzlich fand im Mai 2025 ein Workshop statt. Die behandelten Geschäfte stammten aus einem breiten Themenspektrum: Verwaltung und Finanzen, Hoch- und Tiefbau, Liegenschaften, Sicherheit, Umwelt, Ver- und Entsorgung, Planung und Verkehr, Bildung, Soziales, Jugend, Alter sowie Gesundheit. Dass sich ein Grossteil der Geschäfte mit Themen wie Arbeitsvergaben, Strassensanierungen, Hochwasserschutz, Verkehrs- oder Planungsfragen befasste, zeigt, dass das Interesse am Standort Sirnach weiterhin hoch ist. Gründe dafür sind insbesondere die Lage, Grösse, Bildungsangebote, Verkehrsanbindung und Infrastruktur der Gemeinde. Im Rahmen des Workshops im Mai 2025 wurden unter anderem das weitere Vorgehen beim Wärmeverbund der Gemeinde Sirnach, vorgestellt durch die Wärme Netz Ostschweiz AG, das Thema Projektmanagement sowie die gemeindeeigenen Immobilien diskutiert. Aus den vertieften Gesprächen zu den Immobilien entstand ein weiterer Workshop, der im August 2025 gemeinsam mit der Schulkommission, der Geschäftsleitung und den Schulleitungen durchgeführt wurde.
Im «Sirnachaktuell», dem Publikationsorgan der Gemeinde Sirnach, berichtet der Gemeinderat monatlich und ausführlich über seine Beschlüsse, Wahlen und Vorhaben. Auf eine detaillierte Wiederholung dieser Berichterstattungen im Jahresbericht wird deshalb verzichtet und stattdessen nur auf besondere Geschäfte oder Projekte eingegangen.
Strategische Themen
Im Jahr 2025 wurde das Traktandum «Strategische Themen» eingeführt. Es ermöglicht dem Gemeinderat, sich vertieft mit ausgewählten Themen auseinanderzusetzen, ohne unmittelbar einen Entscheid fällen zu müssen. In diesem Rahmen befasste sich der Gemeinderat unter anderem mit dem Verkehrskonzept Sirnach, der Liegenschaft Ranunkel sowie mit Fragen der Kommunikation.
Sirnacher Randzeitenbetreuung
Gestützt auf das im Budget festgelegte Kostendach sowie den an der Gemeindeversammlung im Dezember 2024 genehmigten Zusatzkredit hat der Gemeinderat die Tarifstruktur und das Konzept der Sirnacher Randzeitenbetreuung überarbeitet. Gleichzeitig hat der Gemeinderat auch ein neues Reglement über die familienergänzende Kinderbetreuung ausgearbeitet und dem Souverän an der Gemeindeversammlung im Dezember 2025 zur Genehmigung vorgelegt. Mit der Genehmigung ist die Sirnacher Randzeitenbetreuung (SiRabe) aus der Einführungsphase in den ordentlichen Betrieb überführt und gleichzeitig ist das bisherige Kostendach aufgehoben worden.
Sicherheitsverbund Hinterthurgau
Im November 2024 stimmte die Gemeinde Sirnach über den Beitritt zum Sicherheitsverbund Hinterthurgau ab und genehmigte diesen mit grossem Mehr. Aufgrund der Ablehnung durch die Gemeinde Bichelsee-Balterswil musste die Abstimmung erneut durchgeführt werden. Im Frühling 2025 stimmten die Gemeinden Sirnach, Münchwilen und Wängi dem Beitritt zu. Mit der Aufnahme der Detailarbeiten durch den Verbund war auch der Gemeinderat gefordert. Er hatte verschiedene Beschlüsse zu fassen, unter anderem zur Besetzung der Sicherheitskommission, zur Wahl der Delegierten sowie zur Genehmigung der Reglemente.
Von links nach rechts: Gemeindeschreiberin Manuela Fritschi (bis 31.01.2026), Gemeinderäte Marco Burri (bis 30.04.2026) und Pascal Müller, Gemeinderätin Yvonne Koller, Gemeindepräsident Beat Schwarz, Vize-Gemeindepräsidentin und Präsidentin der Schulkommission Nicole Kellenberger, Gemeinderäte Roger Piberauer und Thomas Hafner (bis 31.05.2026)
Ständige Kommissionen
Der Gemeinderat ist gestützt auf die Gemeindeordnung befugt, einzelne Aufgaben und Befugnisse einem aus seinen Mitgliedern gebildeten Ausschuss, dem Gemeinde- oder Schulpräsidium, einem einzelnen Mitglied oder der Gemeindeverwaltung zu übertragen. Er bestellt für beratende, begutachtende oder überwachende Aufgaben Kommissionen mit und ohne selbständige Entscheidungsbefugnis, soweit dies ein Gemeindereglement oder ein Gemeindebeschluss verlangt oder er es für zweckmässig erachtet. Der Gemeinderat erteilt die Aufträge und die Kommissionen wiederum erstatten dem Gemeinderat Bericht und stellen die notwendigen Anträge.
Alle Mitglieder der ständigen Kommissionen sind für die Legislatur 2023–2027 gewählt.
Die nachfolgend aufgeführten ständigen Kommissionen haben sich im Berichtsjahr zwecks Bearbeitung fachbezogener Geschäfte regelmässig oder nach Bedarf zu Sitzungen getroffen.
| Ständige Kommissionen mit selbständiger Entscheidungsbefugnis | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
| Baukommission | 13 | 12 | 11 | 13 |
| Flur-, Landschaftsschutz- und Unterhaltskommission | 4 | 4 | 3 | 4 |
| Fürsorgekommission | 7 | 8 | 8 | 9 |
| Schlichtungsbehörde Mietwesen | 6 | 8 | 7 | 10 |
| Ständige Kommissionen ohne selbständige Entscheidungsbefugnis | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
| Bibliothekskommission | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Friedhofkommission | 1 | 2 | 2 | 1 |
| Kommission Kinder- und Jugendpolitik Sirnach | 5 | 4 | 5 | 4 |
Geschäftsleitung
Die Geschäftsleitung ist das operative Führungsorgan der Gemeindeverwaltung. Die Gemeindeschreiberin führt die Gesamtverwaltung in der Doppelfunktion der Verwaltungsleitung und hat den Vorsitz der Geschäftsleitung. Die Geschäftsleitung setzt sich per 31. Dezember 2025 wie auf den Fotos zusammen.
Die Aufgaben der Geschäftsleitung sind vielseitig und in der Verordnung des Gemeinderates über die Geschäftsleitung der Gemeindeverwaltung geregelt. Sie beinhalten unter anderem die Umsetzung von Vorgaben des Gemeinderates auf operativer Ebene, die Beratung und Unterstützung des Gemeinderates in strategischen Fragen, die Erarbeitung der Legislaturziele und der Unternehmensstrategie gemeinsam mit dem Gemeinderat oder die Bearbeitung von zentralen Themen wie Ablauforganisation und Personalführung, Kommunikation, Qualitätsmanagement oder Raumbeschaffung.
Die Geschäftsleitung traf sich im Berichtsjahr zu 13 Sitzungen und befasste sich unter anderem mit folgenden Themen:
- Steter Austausch mit dem Gemeindepräsidenten sowie mit der Personalvertretung
- Genehmigung von Weiterbildungen für das Gemeindepersonal
- Genehmigung der Überarbeitung des Organisationshandbuchs
des Geschäftsverwaltungstools CMI - Startschuss für das Projekt ICT-Outsourcing 2027
- Erarbeitung und Genehmigung von Home Office Richtlinien
- Durchführung Mitarbeiterumfrage
Manuela Fritschi, Gemeindeschreiberin/Verwaltungsleiterin
(bis 31.01.2026); Marc Guler, Leiter Abteilung Finanzen & Steuern; Jeannine Kübler, Leiterin Abteilung Soziale Dienste;
Charlotte Steinacher († 10.03.2026), Leiterin Abteilung Schulverwaltung, Wolfgang Bosshart, Leiter Abteilung Bau & Liegenschaften
Personelles
Eintritte
01.01.2025 Stadler Noël, Sachbearbeiter Steuern, 100%
01.01.2025 Steiner Levin, Mitarbeiter Sirnacher Randzeitenbetreuung, 10%
01.01.2025 Hövels Luana, Mitarbeiterin Sirnacher Randzeitenbetreuung, 40%
01.04.2025 Klein Nicole, Sachbearbeiterin Bau & Liegenschaften, 80%
01.06.2025 Parolari Gina, Schulsozialarbeiterin, 70%
01.08.2025 Baumgartner Melanie, Mitarbeiterin Soziale Dienste, 70%
01.08.2025 Gehrer Jérémie, Lernender Kaufmann, 100%
01.08.2025 Rutz Suvada, Mitarbeiterin Reinigung, 50%
01.08.2025 Müller Roland, Bereichsleiter Schulsozialarbeit, 60%
01.08.2025 Egle Tina, Schulsozialarbeiterin, 50%
22.10.2025 Wagner Beatrice, Mitarbeiterin Reinigung, 30%
18.11.2025 Mayer Yolanda, Mitarbeiterin Schulverwaltung, 50%
Austritte
28.02.2025 Erlenhardt Marion, Leiterin Jugend- und Familiennetz, 70%
30.06.2025 Leeser Karin, Aushilfe Bibliothek, Kleinpensum
30.06.2025 Steiner Levin, Mitarbeiter Sirnacher Randzeitenbetreuung, 10%
31.07.2025 Ismajli Berat, Mitarbeiter Soziale Dienste, 100%
31.07.2025 Niedermann Laura, Lernende Kauffrau, 100%
31.07.2025 Baumgartner Melanie, Lernende Kauffrau, 100%
19.10.2025 Hövels Luana, Mitarbeiterin Sirnacher Randzeitenbetreuung 40%
30.11.2025 Ruggli Sandra, Mitarbeiterin Soziale Dienste 70%
31.12.2025 Herzig Claudia, Mitarbeiterin Soziale Dienste 90%
Dienstjubiläen (ohne Behördenmitglieder)
01.04.2025 Herzog Christian, Bau & Liegenschaften (20 Jahre)
01.05.2025 Nadia Simonetta, Finanzen, (10 Jahre)
Pensionierungen
30.04.2025 Styger Käthi, Bereichsleiterin Hochbau & Umwelt, 100%
30.06.2025 Egli Susanne, Mitarbeiterin Reinigung, 50%
Einwohnerdienste
Am 31. Dezember 2025 zählte die Gemeinde Sirnach 8’307 (Vorjahr 8’127) Einwohnerinnen und Einwohner. Davon sind:
Schweizer 6’235 (Vorjahr 6’129)
Ausländer 2’072 (Vorjahr 1’998)
Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung beträgt 24,9% (Vorjahr 24,6%).
Zuzüge
In Sirnach zugezogene Personen: 696
Wegzüge
Von Sirnach weggezogene Personen: 525
Geburten
Kinder, die in Sirnach wohnhaft sind: 59
Jungen: 33
Mädchen: 26
Schweizer: 42
Ausländer: 17
Todesfälle
Im Jahr 2025 verstorbene Einwohner: 50
Dienstleistungen
Die Einwohnerdienste bedienen nebst den internen Dienststellen die Bürgergemeinde, die EW Sirnach AG, die Polizeiposten, das Betreibungsamt sowie die Kirchgemeinden laufend mit Mutationen, damit diese auch dort erfasst werden können. Die Daten werden gemäss Datenschutzgesetz weitergeleitet.
Im Berichtsjahr 2025 wurden folgende Dienstleistungen am Schalter erbracht:
338 Identitätskarten
298 Wohnsitzbestätigungen
40 Handlungsfähigkeitszeugnisse
93 Lebensbescheinigungen oder Personalienbestätigungen
829 Ausländerausweise wurden für Verlängerungen, Adressänderungen und Neuanfertigungen dem Migrationsamt des Kantons Thurgau weitergeleitet und den Besitzerinnen und Besitzern wieder ausgehändigt.
6 Gesuch zur Einladung eines Besuchers aus einem visumpflichtigen Land wurde bearbeitet und Abklärungen vorgenommen.
23 Gesuche zur Bewilligung von Familiennachzügen wurden bearbeitet und Abklärungen vorgenommen.
92 Anträge für einen Führerausweis wurden entgegengenommen, kontrolliert und dem Strassenverkehrsamt zur Ausstellung weitergeleitet.
SBB Spartageskarten Gemeinde
Die personalisierten Spartageskarten Gemeinde der SBB sind für selber reisende Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Sirnach, und deren Mitreisende, verfügbar.
Im Jahr 2025 wurden 879 Spartageskarten Gemeinde verkauft.
AHV-Zweigstelle
Im Jahr 2025 wurden folgende Zusatzleistungen an Rentnerinnen und Rentner mit Wohnsitz in Sirnach ausbezahlt:
(Daten gemäss Sozialversicherungszentrum Thurgau)
EL AHV-Leistungen: CHF 2’094’850 exkl. EL-IPV
EL IV-Leistungen: CHF 1’547’218 exkl. EL-IPV
KK AHV-Leistungen: CHF 213’228
KK IV-Leistungen: CHF 184’291
Anzahl Bezügerinnen und Bezüger per 31. Dezember 2025:
(Daten gemäss Sozialversicherungszentrum Thurgau)
AHV-EL: 169
IV-EL: 116
Bibliothek
Als öffentliche Bildungs- und Kultureinrichtung erfüllt die Bibliothek eine zentrale Aufgabe innerhalb der Gemeinde. Sie gewährleistet den freien Zugang zu Information, Wissen und Literatur und leistet damit einen wesentlichen und wertvollen Beitrag zur Bildungsarbeit der Schule sowie zur kulturellen und sozialen Entwicklung der Gemeinde. Darüber hinaus kommt der Bibliothek eine wachsende Bedeutung als sogenannter Dritter Ort zu. Sie ist ein neutraler, nicht kommerzieller Raum der Begegnung, welcher das Lernen und gesellschaftliche Kontakte unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund ermöglicht.
Einige Zahlen aus unserer Statistik
Aus der Statistik lässt sich herauslesen, wie sich unser Medienbestand aufteilt. Der grösste Posten nimmt die Belletristik ein. Die Ausleihzahlen bestätigen, dass unser Bestand genau dort viele Medien zur Verfügung stellt, wo sie auch gebraucht werden.
Zufriedenheitsumfrage
Im Herbst 2025 wurde eine Zufriedenheitsumfrage durchgeführt. Der Rücklauf war gut, die Bibliothek und ihr Team erhielten viele Komplimente und Lob, aber auch tolle Ideen und Wünsche. Kleinere Wünsche und Anregungen wurden schon umgesetzt. Grössere Wünsche wie Erweiterung der Öffnungszeiten oder räumliche Veränderungen, sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht realisierbar. Die Umfrage zeigte, dass eine Selbstverbuchungstheke geschätzt und genutzt würde.
Veranstaltungen
Im letzten Jahr konnte man aus 44 Anlässen, seine Favoriten aussuchen und buchen. Mit Bastel- Spiel oder Nähangeboten, Literarischen Events, Vorträgen und Kinderveranstaltungen, wurde ein breites und vielfächeriges Jahresprogramm angeboten.
Lesetandem
Neu im Programm ist das Lesetandem. Das Projekt hat zum Ziel, bei Kindern in entspannter Atmosphäre die Freude an der Sprache und die Lust am Lesen zu wecken und ihre Lese- und Sprachkompetenzen zu fördern. Auf freiwilliger Basis engagieren sich Privatpersonen als Lesementorinnen und Lesementoren. Während eines Jahres treffen sie sich regelmässig eine halbe Stunde in der Woche mit Schülerinnen und Schülern der 2. Klasse, um gemeinsam zu lesen.
Schule
Die Zusammenarbeit mit der Schule ist sehr wichtig. Primarklassen und Kindergärten besuchen regelmässig die Bibliothek. Dabei soll die Freude an Geschichten und der Zugang zu Lesefutter gewährleistet und mit vielen Erfolgserlebnissen gespickt sein. Die positiven Erlebnisse führen dazu, dass Kinder die Bibliothek gerne besuchen und ihre Lesefertigkeit verbessern können.
Kanzlei
Seit der Inkraftsetzung der neuen Gemeindeordnung auf 1. Dezember 2023 behandelt der Gemeinderat die eingehenden Einbürgerungsgesuche in eigener Kompetenz. Nach der Genehmigung im Gemeinderat erfolgt jeweils die Einbürgerung auf Bundesebene und abschliessend auf Kantonsebene durch den Grossen Rat Thurgau.
Das Kantonsbürgerrecht verleiht dem Schweizer Bürgerrecht Wirkung.
Folgende Sirnacherinnen und Sirnacher haben im Jahr 2025 das Schweizer Bürgerrecht erhalten:
- Beger Nataliia und Dirk mit Polina und Maximilian
- Dauti Nazmije
- Yildiz Heidi
- van den Burg Diana
- Härdi Nicole
- Muskalla Melissa
- Santhirakabur Shameera
- Simoni Nrek
- Sidiropoulou Sofia und Alvanopoulos Ioannis
- Radonjic Dejana
- Neziri Bashkime
- Sikman Sofija
- Cuevas Infante Gaudy
- Tesfay Mekonnen mit Elias und Lidya
Gestützt auf das Gastgewerbe- und Alkoholhandelsgesetz vom Kanton Thurgau hat die Gemeinde Sirnach folgende Bewilligungen erteilt:
| Was | 2024 | 2025 |
|---|---|---|
| Bewilligung zur Ausübung einer gastgewerblichen Tätigkeit (inkl. Inhaberwechsel) | 5 | 7 |
| Rückzug | 3 | 3 |
| Entzug der Bewilligung | 0 | 0 |
| Handel mit alkoholischen Getränken (inkl. Inhaberwechsel) | 2 | 4 |
Kultur
Kulturförderung des Vereins ThurKultur
Die Gemeinde Sirnach ist Mitglied des Vereins ThurKultur. Sie beteiligt sich mit CHF 2.00 pro Einwohner/-in und Jahr. Aus diesem Topf werden auch Kulturveranstaltungen innerhalb der Gemeinde Sirnach mitfinanziert. Im Jahr 2025 wurden folgende Gesuche um Kulturförderbeiträge behandelt:
| Ostschweizer Solo und Ensemble Wettbewerb (OSEW) |
| 30 Jahre Theater Jetzt / Konzert mit den Bubble Beatz |
| Kinderkonzert «Der Mäuseritter», Musikgesellschaft Sirnach |
| Kirchenkonzert, Musikgesellschaft Sirnach |
| 27. Dreikönigskonzerte bei Kerzenlicht, Cornelius Bader |
| Wintertheater on Tour – Die 3 Musketiere, Kulturverein Rexers SonderMüll |
| Konzert «Volkslieder – traditionell und neu gedacht», Trägerverein Thurgauer Festchor |
Sirnacher Ehren-Galerie 2025
| Person / Verein | Wettkampf | Auszeichnung | ||
|---|---|---|---|---|
| Jannis Weggenmann | Schweizermeisterschaft Kumite (Vollkontakt) U18 –70kg |
1. Platz | ||
| Yara Polimeno | Belgian Open Kata Championship U16 Blaugurte |
1. Platz | ||
| Belgian Open Kata Championship U16 Blaugurte |
Belgian Open Kata Championship U16 Blaugurte Internationale «Golden League» Tomodachi Kata Cup |
1. Platz 2. Platz |
||
| Mattia Sciara | Sportakrobatik-Worldcup in Alen (D) und am Internationalen Acro-Cup in Genf Kategorie Jugend als gemischtes Paar mit Elin Fischler |
2 Goldmedaillen | ||
| Elias Kundert | Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest 2025 |
Erfolgreiche Teilnahme mit Bestreitung von allen 8 Gängen |
||
| Billy & Bugga Juliana Hassler |
Swiss Gastro Awarad 2025 Kategorie Café/Bistro |
1. Platz | ||
Sirnacher/in des Jahres 2025
| Person | ||
|---|---|---|
| Peter Kayser | Arbeit für Operette, Sirnacher Fasnacht und diverse ehrenamtliche Tätigkeiten | |
Feuerwehr
Einsätze
Im Jahr 2025 wurde die Feuerwehr Sirnach insgesamt 38-mal aufgeboten. Dabei leisteten die Angehörigen der Feuerwehr über 814 Einsatzstunden. Zu den Einsätzen zählten unter anderem zwei Gebäudebrände, eine Intervention bei einer Brandmeldeanlage sowie ein weiterer Brandfall. Einen grossen Anteil machten zudem Fehlalarme aus: fünf mutwillige sowie sieben irrtümliche Alarmierungen führten ebenfalls zu zahlreichen Einsatzstunden.
Weitere Einsätze umfassten unter anderem einen Chemiewehr-Einsatz, Traghilfen für den Rettungsdienst, Wasserwehreinsätze sowie verschiedene technische Hilfeleistungen. Besonders häufig waren Einsätze in der Kategorie «Sonstige», bei denen die Feuerwehr gleich neunmal ausrückte. Zusätzlich unterstützte die Feuerwehr Sirnach bei drei Anlässen beziehungsweise Saalwachen, bei denen ebenfalls zahlreiche Einsatzstunden geleistet wurden.
Entwicklung 2026
Auch das Jahr 2026 wird neue Herausforderungen und Chancen mit sich bringen. Neben kommenden Einsätzen und neuen Gesichtern im Korps steht mit dem SVHTG ein besonderes Ereignis bevor. Gemeinsam wird dieser Weg als Sicherheitsverbund Hinterthurgau beschritten – mit dem Ziel, die Zusammenarbeit weiter zu stärken.
Mit Motivation, Offenheit und Freude blickt die Feuerwehr Sirnach auf die neue Organisation. Man ist überzeugt, dass die Feuerwehr weiterhin zuverlässig und verantwortungsvoll ihren Dienst für die Allgemeinheit verrichten kann.
Bau & Liegenschaften
Kreiselneubau, Sirnach
Mit dem Bau des Kreisels, Q20/Winterthurerstrasse konnte wie geplant am 24. Februar 2025 gestartet werden. Damit die Verkehrssicherheit trotz der engen Platzverhältnisse sichergestellt werden konnte, wurde die Durchfahrtsgeschwindigkeit auf 30km/h angepasst. Der Kreisel wurde auf das Projekt Neugestaltung Winterthurerstrasse abgestimmt. Gegenüber dem vorherigen provisorischen Kreisel konnte zudem die Erkennbarkeit des Kreisels und dank besserer Strassenführung die Verkehrssicherheit verbessert werden. Der Kreisel wurde beleuchtet und vorschriftsgemäss signalisiert. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und zur Erreichung einer hohen Lebensdauer wurde der Kreisel in Betonbauweise ausgeführt. Dank guter Witterung konnte der Kreisel fristgerecht am 18. Juli 2025 für den Verkehr freigegeben werden.
Bushaltestellen, Weberei und Weingarten
Beide Haltestellen befinden sich an der Kantonsstrasse, weshalb die Verantwortung beim Kantonalen Tiefbauamt des Kantons Thurgau (TBA TG) liegt. Aus diesem Grund ist das TBA TG auch in der Pflicht für die schweizweite, behindertengerechte Umgestaltung sämtlicher Haltekanten. Der Baustart der beiden Bushaltestellen war am 24. März 2025 und konnten unfallfrei abgeschlossen werden.
Belagssanierung Rosetstrasse, Busswil
Infolge der Werterhaltung von Strassen wurde der Belag im betroffenen Strassenabschnitt von der Weidstrasse in Busswil bis zum Ortseingang von Busswil mit einem Hocheinbau verstärkt. Damit die Bauarbeiten ausgeführt werden konnten, musste die Strasse vom 24. März 2025 bis zum 23. April 2025 gesperrt werden.
Seit diesem Zeitpunkt rollt der Verkehr auf dieser Verkehrsachse wieder ungehindert.
Kanalisationsneubau Obermattstrasse, Sirnach
Im oberen Abschnitt der Obermattstrasse existierte noch keine Mischwasserkanalisation. Aufgrund der geplanten Bautätigkeiten entlang der Obermattstrasse musste dieser Zustand bereinigt werden. Verbaut wurde ein Kanalisationsrohr mit einer Länge von rund 120 m und einem Durchmesser von 315 bis 400 mm. Gleichzeitig wurden notwendige Werkleitungsarbeiten im Zusammenhang mit den geplanten Überbauungen erneuert.
Damit diese Bauarbeiten noch vor Weihnachten 2025 abgeschlossen und die Verkehrssicherheit erhöht werden konnten, wurde die Obermattstrasse für den Durchgangsverkehr gesperrt. Gleichzeitig wurden sanierungsbedürftige Hausanschlüsse erneuert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
Mit der Strassensanierung wird noch zugewartet, bis die Überbauungen fertiggestellt beziehungsweise die Rohbauarbeiten abgeschlossen sind.
Abfallbewirtschaftung
Im Jahr 2025 wurden in der Gemeinde Sirnach rund 1’490 Tonnen Grüngut verwertet, was ein Anstieg von 35 Tonnen bedeutet. Davon wurden rund 728 Tonnen im Rahmen von 19 Sammlungen durch den Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) über die Strassensammlungen eingesammelt. Wiederum fand am 4. und 5. Dezember 2025 eine Zusatztour statt, bei der stolze 34 Tonnen Grüngut abgeholt wurden.
Hochbau
Nach einem eher rückläufigen Jahr 2024 hat die Baukonjunktur im Berichtsjahr 2025 wieder deutlich angezogen. Mit 30 zusätzlichen Baugesuchen gegenüber dem Vorjahr ist die Bautätigkeit innerhalb der Gemeinde deutlich gestiegen, was zu einer entsprechend hohen Auslastung im Bereich Hochbau führte.
Parallel zur steigenden Anzahl Baugesuche ist auch eine Zunahme von Einsprachen festzustellen. Die Verfahren gestalten sich dadurch teilweise aufwendiger und zeitintensiver, was sowohl für die Gesuchstellenden als auch für die Verwaltung einen erhöhten Prüfungs- und Koordinationsaufwand mit sich bringt.
Personelles
Das Berichtsjahr war auch personell von Veränderungen geprägt: Die langjährige Bereichsleiterin Hochbau trat ihren wohlverdienten Ruhestand an. Mit ihrem grossen Fachwissen und ihrer langjährigen Erfahrung hat sie den Bereich massgeblich geprägt.
Die bisherige Sachbearbeiterin Hochbau & Umwelt übernahm ihre Nachfolge. Im April wurde zudem eine Landschaftsarchitektin als neue Sachbearbeiterin Hochbau & Umwelt eingestellt, die zusätzlich den Bereich Flur und Garten verantwortet.
Ebenfalls im November trat ein langjähriges Mitglied aus der Baukommission zurück. Sein Engagement und seine wertvolle Mitarbeit wurden sehr geschätzt. Bis Ende Jahr war die Baukommission daher mit sechs statt sieben Mitgliedern besetzt.
| 2023 | 2024 | 2025 | |
|---|---|---|---|
| Behandelte Geschäfte total | 144 | 89 | 135 |
| Eingaben nach Verfahrensart | |||
| Ordentliches Verfahren | 111 | 98 | 130 |
| Vereinfachtes Verfahren | 13 | 18 | 4 |
| Bauanfragen | 10 | 2 | 14 |
| Total | 134 | 118 | 148 |
| Art der Bauten | |||
| Neubauten | 9 | 13 | 23 |
| An- und Umbauten, Kleinbauten | 125 | 105 | 125 |
| Total | 134 | 118 | 148 |
| Summen | |||
| Deklarierte Bausummen | 46’046’500 | 98’914’000 | 79’325’000 |
| Baubewilligungsgebühren | 84’831 | 108’820 | 108’816 |
| Kanalisationsanschlussgebühren | 157’500 | 171’142 | 310’670 |
Natur- und Landschaftsschutz, Flurstrassen
Flur-, Landschaftsschutz- und Unterhaltskommission
Wie jedes Jahr traf sich die Kommission zu insgesamt vier Sitzungen im vergangenen Jahr. Davon fand ein Treffen in Form eines Rundgangs auf dem Gemeindegebiet per Velo statt. Ein Teil der geschützten Naturobjekte kann so vor Ort überprüft werden. Auch Abschnitte von instand gestellten Flurstrassen oder solche, die Schäden aufweisen, werden angesehen.
Grünraumkonzept / Vorteil naturnah
Aufgrund der beschränkten Finanzen konnten im Berichtsjahr nur die Rabatten um die Turnhalle der Schulanlage Egg in Horben, welche noch konventionell gestaltet waren, auf naturnahe Flächen umgestellt werden. Das Bepflanzungskonzept ist somit um den Bereich der Turnhalle einheitlich und auf einheimische Pflanzen umgestellt. Die letzten noch konventionell gestalteten Rabatten ums Schulhaus Egg sollen trotz Grünraumkonzept nicht verändert werden, da sich Aufwand und Ertrag nicht aufwiegen.
Heckenpflanzung mit WWF
Die 5./6. Klasse im Schulhaus Egg durfte gemeinsam mit dem WWF Regio Ost eine neue Hecke pflanzen. Das Ziel war, einen Lebensraum für das Mauswiesel und viele andere Tiere zu schaffen, aber auch den bereits alten Heckenteil hinter der Turnhalle aufzufrischen und mehr Biodiversität hineinzubringen.
Tauschaktion Neophyt gegen einheimische Staude
Um unsere einheimische Vielfalt langfristig zu schützen, ist es wichtig, auch in den privaten Gärten Neophyten zu entfernen. Der Neophyten-Abfallsack fand seinen Einsatz durch fleissige private Bewohner und Bewohnerinnen oder wurde vom Bauamt versandt, wenn Neophyten in Privatgärten und auf begrünten Dächern gesichtet wurden. Via Website und Sirnachaktuell wurde auf das Tausch-Angebot aufmerksam gemacht; wer bereit war, einen Neophyten zu entsorgen, konnte kostenlos ein einheimisches Wunsch-Gehölz von der Gemeinde entgegennehmen. Fünf Eigentümerinnen und Eigentümer haben sich an dieser wiederholten Aktion beteiligt.
Neue Unterschutzstellung von wertvollen Bäumen im Siedlungsgebiet
Im aktuellen Schutzplan sind grösstenteils Bäume unter Schutz gestellt, die sich ausserhalb des Baugebiets befinden. Im Februar 2021 hat der Gemeinderat auf Antrag der Flur-, Landschaftsschutz- und Unterhaltskommission beschlossen, einige, sorgfältig ausgewählte, gesunde, alterungsfähige und somit wertvolle Bäume im Siedlungsgebiet unter Schutz zu stellen. Im 2025 konnte, auf Wunsch der Eigentümer, 1 weiterer Baum unter Schutz gestellt werden. Im kommenden Jahr ist die Erweiterung der Baumliste durch weitere Unterschutzstellungen von gemeindeeigenen Bäumen vorgesehen.
Gesamtsanierung Gemeindezentrum Dreitannen
Nach der Bewilligung des Projektierungskredits von CHF 435’000 für die Sanierung und Optimierung des Gemeindezentrums Dreitannen hat das selektive Ausschreibungsverfahren zwei überzeugende Projekte hervorgebracht. Obwohl die beiden Entwürfe in ihrer räumlichen Qualität und architektonischen Gestaltung sehr überzeugten und qualitativ fast gleichauf lagen, identifizierte die Planungskommission in beiden Projekten konkrete Verbesserungsmöglichkeiten. Um eine optimale Lösung für die Gesamtsanierung zu erzielen und gleichzeitig fundierter beurteilen zu können, beantragte die Planungskommission beim Gemeinderat einen Zusatzkredit von CHF 32’000 für die Überarbeitung der beiden Projektstudien. Dieses Vorgehen hat sich zur Ermittlung der optimalsten Varianten bei Bauvorhaben dieser Grössenordnung bewährt. Nicht zuletzt, weil bei der Beauftragung der Überarbeitung konkrete Prioritäten gesetzt und damit die wichtigsten Bedürfnisse nochmals klar festgehalten werden. Gleichzeitig wird damit auch die Umsetzbarkeit der jeweiligen Projektidee konkretisiert bzw. bestätigt.
Dreifachsporthalle Birkenweg
Auf der Baustelle der neuen Dreifachsporthalle herrscht immerzu reger Betrieb. Mit der Fertigstellung der Holzbaumontagen hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die imposante Holzkonstruktion verleiht der Halle bereits jetzt ihre endgültige Form und lässt die Dimensionen des künftigen Sportraums deutlich erkennen.
Um eine energieeffiziente und nachhaltige Nutzung der Halle sicherzustellen, wurde die Dämmung sorgfältig angebracht. Parallel dazu haben bereits die ersten Fassadenarbeiten begonnen, wodurch das Gebäude Schritt für Schritt sein äusseres Erscheinungsbild erhält.
Auch im Inneren der Dreifachsporthalle schreiten die Arbeiten planmässig voran. Die Haustechniker sind intensiv mit der Installation der technischen Anlagen beschäftigt – von der Heizungs- und Lüftungstechnik bis hin zu den sanitären Einrichtungen und der Elektroinstallation. Der Unterlagsboden wurde bereits eingebracht und bildet nun die Grundlage für die weiteren Ausbauarbeiten, insbesondere für den späteren Sportboden.
Besonders erfreulich ist, dass das Bauprojekt zeitlich im vorgesehenen Rahmen liegt.
Beleuchtungen ersetzen durch LED
Im Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050 werden die Leuchtmittel der gemeindeeigenen Liegenschaften fortlaufend auf LED-Technologie umgerüstet. Der Verbrauch von LED-Leuchtmitteln ist deutlich geringer als bei herkömmlichen Beleuchtungsquellen. So kann Energie eingespart werden ohne dass dabei auf ein helles Raumlicht verzichtet werden muss. Dieser Umrüstungsprozess wird in Etappen über die kommenden Jahre durchgeführt.
Neue PV-Anlagen für die Gemeinde mit Unterstützung von Energie-Schweiz
Die Gemeinde Sirnach treibt den Ausbau der Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Liegenschaften konsequent voran. Mit dem im Jahr 2022 bewilligten Rahmenkredit von CHF 900’000 werden geeignete Dachflächen nachhaltig genutzt und bestehende Dächer im Zuge von Sanierungen zukunftsorientiert erneuert.
Bis heute wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 374 kWp realisiert. Diese produzieren jährlich rund 374’000 kWh Solarstrom, ein durchschnittlicher Strombedarf von etwa 80 bis 85 Haushalten. Die bisher abgerechneten Projektkosten innerhalb des Rahmenkredites belaufen sich auf rund CHF 760’000.
Im Jahr 2026 werden in Busswil zwei zentrale Projekte umgesetzt und zwar das neue Schulhaus Busswil sowie der Kindergarten Busswil (inkl. Verbindungsleitung mit Grab- und Bohrarbeiten). Bei beiden Projekten werden die Dächer saniert und gleichzeitig moderne Indach-Photovoltaikanlagen installiert. Dadurch wird die Gebäudehülle nachhaltig erneuert und erneuerbarer Strom für den Eigenverbrauch produziert.
Mit der konsequenten Umsetzung des Rahmenkredites leistet die Gemeinde Sirnach einen aktiven Beitrag zur lokalen Energieproduktion, zur Reduktion der Strombezugskosten sowie zur nachhaltigen Nutzung bestehender Dachflächen. Die Kombination von Dachsanierungen und Photovoltaikanlagen schafft Synergien und optimiert langfristig die Investitionen in die gemeindeeigenen Gebäude.
Unterhalts-/Wartungsarbeiten
Nebst den oben genannten Bau- und Unterhaltsprojekten wurden zahlreiche kleinere Unterhalts-, Instandstellungs- und Reparaturarbeiten an Gemeinde- und Schulliegenschaften ausgeführt und damit die Werterhaltung der Liegenschaften sichergestellt. Der Arbeitsumfang im Bereich Liegenschaftsunterhalt wird in den kommenden Jahren durch zahlreiche Sanierungs- und Umbauprojekte nicht abnehmen.
Liegenschaftsbewirtschaftung
Die Gemeinde Sirnach ist auch im Immobilienbereich tätig. Die Abteilung Bau & Liegenschaften verwaltet diverse gemeindeeigene Wohnungen, Büro- und Lagerräume, Garagen und Parkplätze. Es macht Freude, teils mit langjährigen Mieterinnen und Mietern – seien dies Privatpersonen oder verschiedene Institutionen – zusammenzuarbeiten. Mietobjekte wie Wohnungen und Garagen oder Parkplätze können sehr gut vermietet werden.
Durch den Auszug der Regionalen Berufsbeistandschaft Bezirk Münchwilen (RBBM) aus dem Gemeindehaus und Haus Kienle (Winterthurerstrasse 14) konnte für die Räumlichkeiten im Gemeindehaus die Perspektive Thurgau als neue Mieterin gewonnen werden. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) hat ebenfalls seinen Standort gewechselt und die Räumlichkeiten in der Liegenschaft Haus Knup (Wilerstrasse 19) verlassen. Nun stellt sich die spannende Herausforderung die beiden Bürohäuser neu zu vermieten.
Für das Bauprojekt auf dem Areal des ehemaligen Werkhofs an der Obermattstrasse mussten sämtliche Mietverträge gekündigt und alle Räumlichkeiten geleert werden. Die Räumung durch die Mieterschaft erfolgte tadellos.
Weiter gehören zum Liegenschaften-Portfolio der Gemeinde Sirnach auch Landwirtschaftsland sowie eine Parzelle, welche für Pflanzland verpachtet wird.
Hauswartung
Auch im 2025 durfte die Gemeinde Sirnach auf das bewährte Hauswarte- und Reinigungsteam zählen. Dieses arbeitet in Liegenschaften, in denen gewohnt, gearbeitet, gelernt oder manchmal auch gefeiert wird. Die Aufgaben sind vielfältig: Unterhaltsarbeiten, Ordnung halten, Reparaturen, Arealpflege, Kontaktpflege mit Nutzerinnen und Nutzern und der Eigentümerschaft. In diesem Umfeld werden die Hauswarte verschiedenen Ansprüchen und Forderungen ausgesetzt. Saubere Schulhäuser und Pausenplätze, eine ansprechende und gepflegte Umgebung, dies wird von den Hauswarten und dem Reinigungsteam erwartet. Graffiti, Schäden durch mutwillige Zerstörung, Moosbefall, Verschmutzung durch Russ, Staub, Flechten oder Pflanzen an Fassaden werden immer vielfältiger und die Reinigung wird entsprechend anspruchsvoller. Auch bei Sanierungs- und Umbauarbeiten sind unsere Hauswarte stetig im Einsatz.
Mieterschlichtung Gemeinde Sirnach & Münchwilen
In allen Kantonen gibt es kantonale, regionale oder kommunale Schlichtungsbehörden für Miet- und Pachtverhältnisse. Diese sind dazu verpflichtet, Mieterinnen und Mieter wie auch Vermieterinnen und Vermieter in sämtlichen Mietfragen zu beraten. Bei Streitigkeiten dieser Parteien bezüglich eines Mietvertrages streben die Schlichtungsbehörden gütliche Einigungen an. In einigen Fällen (Kündigung, Erstreckung des Mietverhältnisses und Verwendung von hinterlegten Mietzinsen) können sie Entscheide fällen. Diese erste Instanz zur Behandlung von mietrechtlichen Streitigkeiten ist paritätisch zusammengesetzt (Präsident, Mietervertreter, Vermietervertreter, Sekretariat). Im Gegensatz zum Gerichtsverfahren ist das Schlichtungsverfahren kostenlos.
Bei Streitigkeiten aus dem Mietverhältnis unbeweglicher Sachen ist die Schlichtungsbehörde am Ort der gelegenen Sache zuständig. Das heisst, die Schlichtungsbehörde Sirnach ist für das Gebiet der Gemeinde Sirnach (Sirnach, Busswil, Littenheid, Horben und Wiezikon) sowie für das Gebiet der Gemeinde Münchwilen (Münchwilen, Oberhofen und St. Margarethen) zuständig. Der Wohnsitz der Parteien spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
Im Berichtsjahr wurden insgesamt einundzwanzig Schlichtungsbegehren eingereicht. Davon konnten vier Eingaben durch Rückzug als erledigt abgeschrieben werden und vierzehn Schlichtungsbegehren konnten über zehn Schlichtungsverhandlungen verteilt behandelt werden. Der Schlichtungstermin für drei Schlichtungsbegehren, welche gegen Ende des Berichtsjahres eingereicht wurden, wurde im neuen Jahr angesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der eingereichten Schlichtungsbegehren um einen Drittel verringert. Der Ausgang der Verfahren ist sehr unterschiedlich und kaum lenkbar. Eine entscheidende Rolle, ob eine Einigung zustande kommt oder nicht, liegt massgeblich bei den betroffenen Parteien, aber auch am Inhalt des Schlichtungsbegehrens.
Ein Grossteil aller Gesuche an die Schlichtungsbehörde hat mit einer Uneinigkeit betreffend eine Kündigung oder mit Streitigkeiten betreffend Mietzins, Mängel oder offenen Zahlungsforderungen zu tun.
Zone+ Winterthurerstrasse
Die Überarbeitung der Zone+ aus dem im Herbst 2024 eingegangenen Vorprüfungsbericht des Amts für Raumentwicklung (ARE) erstreckte sich bis in den Frühling 2025. Unter Einbezug der Denkmalpflege wurden insbesondere architektonische und juristische Aspekte überarbeitet. Ende März 2025 wurden die Unterlagen zu einer erneuten Vorprüfung beim Amt für Raumentwicklung eingereicht.
Der Ende Juni eingegangene zweite Vorprüfungsbericht beinhaltet aus Sicht der Gemeinde Sirnach widersprüchliche Komponenten zum ersten Bericht. Die daraus entstandene Verunsicherung haben Vertreter der Gemeinde Sirnach an einer gemeinsamen Sitzung dem Amt für Raumentwicklung Kund getan. Das Amt für Raumentwicklung hat auf Anfang 2026 einen konkreten Lösungsvorschlag in Aussicht gestellt.
Die weiteren Termine können erst festgelegt werden, wenn dieser vorliegt. Es muss davon ausgegangen werden, dass aufgrund der noch anstehenden öffentlichen Mitwirkung eine Genehmigung vor Ende 2026 nicht realistisch ist.
Zonenplanänderung / Gestaltungsplan «Fuchsbüel»
Mit dem Entscheid des Departements für Bau und Umwelt (DBU) des Kantons Thurgau wurde der Gestaltungsplan «Fuchsbüel» abschliessend bewilligt. Nachdem der Gemeinderat den Gestaltungsplan an der Sitzung vom 19. März 2025 formell in Kraft gesetzt hat, konnte die Baubewilligung für die Deponieerweiterung erteilt werden. Mit den Rodungsarbeiten im Herbst haben in der Zwischen-zeit die umfangreichen Bauarbeiten begonnen.
Gestaltungsplan «Hofen»
Zwischen März 2025 und September 2025 wurden mit den Grundeigentümern die Anforderungen des Amts für Raumentwicklung an den Entwurf des Gestaltungsplans «Hofen» besprochen. Dabei konnten verschiedene erforderliche Dienstbarkeiten und der Kostenteiler für gemeinsam genutzte Infrastruktur (Garageneinfahrt, öffentlicher Weg) geklärt werden. Nach Eingang der Mitwirkungsbeiträgen wurde ein Entwurf für einen entsprechenden Rückmeldungsberichts erarbeitet, welcher nun noch durch den Gemeinderat genehmigt werden muss. Voraussichtlich sollten bis Ende Mai 2026 die Unterlagen für die öffentliche Auflage vollständig sein.
Gestaltungsplan «Breite»
Das eingesetzte Gestaltungsgremium für den Gestaltungsplan «Breite» konnte an der Vorstellung vom 26. Juni 2025 die aktuelle Variante des Richtprojekts zur Besprechung mit dem Amt für Raumentwicklung und Hochbauamt des Kantons verabschieden. Die Vorstellung beim Kanton erfolgte am 25. September 2025. Die dabei festgehalten Hinweise wurden durch den Raumplaner aufgenommen und im Entwurf des Gestaltungsplans eingearbeitet. Der Schlussentwurf des Gestaltungsplans sollte im Frühling 2026 vorliegen.
Gestaltungsplan «Obermattstrasse»
Nach Eingang des Vorprüfungsberichts vom ARE im Juli 2025 startete am 18. September die öffentliche Mitwirkung mit einer Informationsveranstaltung. Die eingegangenen Stellungnahmen wurden anschliessend geprüft und eingearbeitet. Da während der öffentlichen Auflage keine Rechtsmittel erhoben wurden, kann der Gestaltungsplan Anfang 2026 dem ARE zur Genehmigung eingereicht werden.
Gestaltungsplan «Bahnhof Nord»
Aufgrund anhaltender interner Abklärungen der Schlüsselgrundeigentümer verzögern sich die Arbeiten am Gestaltungsplan Bahnhof Nord derzeit massgeblich. Es wird davon ausgegangen, dass die nächsten Planungsschritte bis Mitte 2026 wieder aufgenommen werden können.
Soziales
Gesetzliche Sozialhilfe
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 139 Personen (90 Klienten / 49 Mitunterstützte) mit Sozialhilfeleistungen unterstützt und befinden sich auf demselben Niveau wie im Vorjahr.
Obwohl die Fallzahlen im Jahr 2025 praktisch dem Vorjahr entsprechen, konnte der Nettoaufwand pro Fall reduziert werden. Besonders auffallend ist, dass der Aufwand pro Fall erneut gestiegen ist, aber durch die höheren Rückerstattungen der Nettoaufwand dennoch reduziert werden konnte.
Alimentenbevorschussung
Im Jahr 2025 wurde in 16 Fällen eine Alimentenbevorschussung gewährt. Die Einbringquote im Jahr 2025 konnte erfreulicherweise gegenüber dem Jahr 2024 von 23% auf 53% erhöht werden. Die bessere Einbringquote hat vorallem damit zu tun, dass durch geeignete Inkassomassnahmen (z.B. Schuldneranweisungen) mehr Alimenteneingänge erzielt werden konnten. Die Einbringquote ist aber von der finanziellen Leistungsfähigkeit der schuldenden Person abhängig und kann deshalb jährlich stark variieren.
Die Kostenanalyse der Sozialhilfeanwendungen haben gezeigt, dass es deutlich weniger Platzierungen von Kindern gibt. Auf der anderen Seite werden jedoch deutlich mehr Kindesschutzmassnahmen im Sinne von Sozialpädagogische Familienbegleitungen und/oder Besuchsbegleitungen durch die KESB angeordnet. Die Kosten gegenüber dem Jahr 2024 haben um beinahe 700% zugenommen.
Asylwesen
Im Jahr 2025 haben 16’306 Personen in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt. Ursprünglich hat der Bund mit ca. 24’500 Asylgesuchen gerechnet. Wichtigstes Herkunftsland im Jahr 2025 war erneut Afghanistan und die Türkei.
Der Verteilschlüssel Asyl für den Kanton Thurgau beläuft sich auf 0,58% (Vorjahr 0,51%) der Wohnbevölkerung. Dies bedeutete für Sirnach, dass per 31. Dezember 2025 einen Soll-Bestand von 47 Personen erfüllt werden muss (Vorjahr Soll-Bestand = 41 Personen). Ende 2025 waren 31 Personen (Ist-Bestand) Sirnach zugewiesen und wurden durch die Sozialen Dienste betreut.
Schutzstatus S
Der Verteilschlüssel für ukrainischen Personen mit Schutzstatus S betrug per 31. Dezember 2025 0,74% der Thurgauer Wohnbevölkerung (Vorjahr 0,78%). Sirnach hat somit einen Soll-Bestand von 60 Personen zu erfüllen (Vorjahr ebenfalls 60 Personen). Ende 2025 waren in Sirnach 62 Personen (Ist-Zustand) zugewiesen.
KVG-Case-Management
Die Sozialen Dienste betreiben ein aktives KVG-Case-Management und übernehmen konsequent die offenen Verlustscheine. Im Jahr 2025 konnte aufgrund der deutlich erhöhten Rückerstattungen von Privaten (Rückzahlungen und Eintreibung von Forderungen) und des etwas erhöhten Kantonsbeitrages (75,20% / Vorjahr 71,90%) ein Nettoertrag von knapp CHF 15’000.– (Vorjahr Nettoaufwand von CHF 46’000.–) erzielt werden.
Angebot
Seit dem 15. August 2022 betreuen wir Kinder in der Sirnacher Randzeitenbetreuung (SiRabe). Unser Angebot richtet sich an Kinder vom 1. Kindergarten bis zur 6. Klasse.
Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen ist weiterhin hoch und zeigt den Bedarf an einer verlässlichen Randzeitenbetreuung. Aufgrund dieser kontinuierlichen Entwicklung wurde das Angebot in den vergangenen Jahren schrittweise erweitert. Aktuell bieten wir täglich eine Frühbetreuung von 06.45 bis 08.45 Uhr an. Zusätzlich findet jeweils am Mittwoch das Mittagsmodul von 11.45 bis 13.30 Uhr statt.
Das frisch zubereitete Mittagessen wird vom Regionalen Alterszentrum Tannzapfenland geliefert. Während des Mittagsmoduls betreuen wir täglich zwischen 28 und 50 Kinder.
Das Nachmittagsangebot orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen der Kinder. Aktivitäten wie Spielen an der frischen Luft, Malen, Basteln sowie verschiedene Gesellschaftsspiele stehen dabei im Vordergrund. Bei den Hausaufgaben begleiten wir die Kinder unterstützend, bieten jedoch keine klassische Nachhilfe an. Ein abwechslungsreiches und kindgerechtes Nachmittagsprogramm ist für uns ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit.
Standort und Räumlichkeiten
Die Räumlichkeiten im Gemeindezentrum Dreitannen haben sich weiterhin sehr bewährt. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen Räumen aufzuhalten und ihren Bedürfnissen entsprechend zu beschäftigen.
Uns stehen drei Esszimmer, welche unter der Leitung der Betreuungspersonen nach dem Mittagessen auch für die verschiedenen Aktivitäten genutzt werden können, zur Verfügung. Unsere vielfältigen Themenecken laden zum Entdecken ein: Während die Bastelecken die Kreativität fördern, bieten Puppen-, Auto- und Konstruktionsecken Raum für fantasievolles Spiel. Ergänzt wird das Angebot auch durch ein Bewegungszimmer, die Tischtennisplatte oder den Kickertisch.
Wir legen grossen Wert darauf, die Räumlichkeiten kindgerecht zu gestalten und laufend an die Bedürfnisse der Kinder anzupassen. Dabei achten wir auf eine ausgewogene Mischung aus Bewegungs-, Ruhe- und Kreativangeboten.
Ausblick
Auch im kommenden Jahr möchten wir den Kindern einen Ort bieten, an dem sie sich wohlfühlen, entfalten und ihre Freizeit sinnvoll gestalten können. Die positive Entwicklung der Sirnacher Randzeitenbetreuung bestärkt uns darin, unser Angebot weiterhin mit Engagement, Herz und Fachkompetenz zu führen.
Wir freuen uns auf viele weitere strahlende Kinderaugen, die wir auch im Jahr 2026 bei uns begrüssen dürfen.
Schulsozialarbeit (SSA)
Start der SSA
Zum Schuljahresbeginn im August 2025 nahm das neue Team der Schulsozialarbeit (SSA) mit Roland Müller (Bereichsleitung SSA, Sekundarstufe Grünau), Gina Parolari (Primarstufe Grünau, Breite und oberes Schulhaus) und Tina Egle (Primarstufe Egg und Busswil, Kindergarten) die Arbeit auf.
Gina Parolari konnte bereits vor den Sommerferien starten und erste Beratungen übernehmen.
Eine besondere Aufgabe für Tina Egle bestand darin, die SSA in allen Kindergärten bekannt zu machen. Nach kurzer Zeit war das Eis gebrochen und mittlerweile begleitet Tina Egle einige Kinder, deren Eltern sowie Lehrpersonen und konnte bereits erste Projekte initiieren.
Auch Roland Müller unterstützt seit dem Start verschiedene Jugendliche und hat mehrere Projekte erfolgreich angepackt. Die Projekte dienten unter anderem zur Förderung des Selbstvertrauens und der Selbstwirksamkeit. Beispielsweise wurde das Projekt «Let Grow» aufgegleist, bei dem die Schülerinnen und Schüler den Auftrag bekamen, selbstständig ein Essen für ihre Familie zuzubereiten – inklusive Einkauf und Anrichten. Die Jugendlichen dokumentierten den Prozess im Anschluss und präsentierten ihre Ergebnisse in der Schule.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die SSA fest im Schulalltag verankert ist und sich in den Schulhäusern etabliert hat. Das Team pflegt einen regen Austausch in Teamsitzungen und vernetzt sich mit internen Anspruchsgruppen, wie der SiRaBe, und externen Anlaufstellen (bspw. Perspektive Thurgau). Das Angebot wird als grosser Gewinn geschätzt. Die starke Präsenz des Teams wirkt präventiv und zeichnet sich durch Niederschwelligkeit, kurze Wege und eine unkomplizierte Zusammenarbeit aus.
Statistik zum Schuljahr (beziehen sich auf das 1.Semester im Schuljahr 25/26)
Insgesamt wurden 111 Fälle begleitet. Dabei sind nachfolgende wichtige Themenschwerpunkte aufgetreten:
- Selbstkompetenz / Einzelfallhilfe:
o Selbstwirksamkeit
o Selbstwahrnehmung
o Verantwortung übernehmen
o Verhaltensänderung
o Motivation
o Schulabsentismus - Klassen- und Gruppendynamik:
o Mobbing / Konflikte / Ausschliessen / Gruppendruck
o Freundschaften / Klassenzusammenhalt
o Umgang mit Gefühlen / Impulskontrolle - Schwierige Familiensituationen:
o Trennung / Scheidung / streitende Eltern
o Diagnosen und Krankheiten eines Elternteils
o Vernachlässigung
Im Jahr 2025 wurden für insgesamt 59 verstorbene Personen Bestattungen in Sirnach organisiert. Davon stammten 50 Personen aus der Gemeinde Sirnach.
| Todesfälle | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Verstorbene Einwohner | 60 | 70 | 59 |
| Bestattungsart | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Erdreihengrab | 7 | 5 | 4 |
| Erdbestattung in Familiengrab | 0 | 0 | 1 |
| Urnenreihengrab | 7 | 9 | 8 |
| Urnenbeisetzung in Gemeinschaftsgrab | 18 | 22 | 19 |
| Urnennische | 4 | 3 | 3 |
| Urnenbeisetzung in bestehendes Grab | 2 | 3 | 3 |
| Urnenbeisetzung in Familiengrab | 0 | 1 | 0 |
| Urnenmauer | 0 | 1 | 0 |
| Grab für Sternenkinder | 0 | 2 | 0 |
| Bestattungsort | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Total Beisetzungen unterer Friedhof | 28 | 26 | 26 |
| Total Beisetzungen oberer Friedhof | 10 | 16 | 9 |
| Beisetzung in anderer Gemeinde oder Ausland | 7 | 11 | 14 |
Schule
Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, geschätzte Eltern
«Nicht alles liegt in unserer Macht – aber unsere Haltung dazu schon»
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Richtlinien geben dem Schulsystem Struktur und Sicherheit.
Die Schule lebt von dem, was aktiv gestaltet werden kann. Innerhalb dieses Gestaltungsfreiraums öffnen sich Energien und Ressourcen, die konstruktiv zum Wohle der Schülerinnen und Schüler eingesetzt werden können. Das diesbezügliche Fokussieren auf das Wesentliche ist eine immer wiederkehrende unabdingbare Aufgabe im heutigen Schulalltag.
Verschiedene Herausforderungen gilt es immer wieder im menschlichen, organisatorischen wie auch finanziellen Bereich zu bewältigen.
Ein drängendes gesellschaftliches Problem ist die steigende personelle Belastung im sonderpädagogischen Bereich. Die integrative Schulung fordert alle Beteiligten. Ebenso benötigen immer mehr Kinder logopädische und psychomotorische Behandlungen bereits vor dem Schuleintritt. Den Spagat zwischen dem Wohl der Kinder, individueller Förderung, sorgsamem Umgang mit Ressourcen – Gesundheit der Mitarbeitenden und Finanzen – zu meistern, ist eine Herausforderung, welche tagtäglich ansteht.
Alle Verantwortlichen und Mitarbeitenden der Schule sind stets damit gefordert, gesellschaftliche Veränderungen rechtzeitig zu erkennen, indem sie fortwährend beobachten, reflektieren, in Bewegung bleiben, aktiv agieren, vorausschauend handeln und auf Unvorhergesehenes zeitnah reagieren. Ein konstruktiver Austausch, gegenseitige Hilfe und Kooperation sind für ein gesundes Schulklima unabdingbar.
Erfreulich ist, dass alle Schulabgänger eine Anschlusslösung gefunden haben. Sie haben entweder die Prüfungen für die Kantonsschule bestanden, eine Lehrstelle gefunden oder – Einzelne – eine andere Anschlusslösung gefunden. Dies zeigt, dass die Bildungsarbeit an der Schule Sirnach Früchte trägt und wir auf dem richtigen Weg sind.
Unter der Mitwirkung der Bevölkerung und aller Mitarbeitenden wurde im Frühling 2024 die Vision Schule 2035 fertiggestellt. Die Umsetzung der Visionsschwerpunkte 2024–2027 werden der Bevölkerung im Juni 2027 anlässlich eines Schulfestes präsentiert. Erstmals wird die Gesamtschule die Ergebnisse gemeinsam mit ihnen feiern können. Wir freuen uns jetzt schon auf ihr Kommen.
Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen in unsere Schule. Gemeinsam werden wir – lösungsorientiert und mit einer positiven Haltung – weitere Herausforderungen meistern und Chancen nutzen, um eine optimale Lernumgebung für alle Kinder der Gemeinde Sirnach zu schaffen.
Die Schulkommission traf sich monatlich zu einer Sitzung. Anlässlich dieser wurden jeweils spezifische Themen der einzelnen Bereiche diskutiert und Beschlüsse gefasst.
Alle zwei Wochen tagte das Führungsteam. Dieses Gremium setzt sich zusammen aus der Schulverwaltungsleitung, den Schulleitungen und der Präsidentin der Schulkommission. Geleitet durch die strategischen Vorgaben der Schulkommission nimmt dieses Team die operative Führung wahr.
Jeweils im Frühling und Spätherbst trifft sich die Schulkommission zu einem Workshop. Anlässlich dieser Workshops werden strategische Fragen diskutiert, welche spezifischer Art sind und die eine vertieftere Auseinandersetzung erfordern, als dass dies in einer Sitzung möglich ist.
Nebst den erwähnten Herausforderungen in meinem Vorwort durften im letzten Jahr einige gewinnbringende Veränderungen und Entwicklungen Einzug nehmen.
So durften wir zwei neue Schulleiter begrüssen, die frischen Wind und neue Ideen mitbringen. Kilian Imhof begann am 1. Januar 2025 seine Tätigkeit an der Schule Sirnach, gefolgt von seinem Berufskollegen Carlo Bundi, der am 1. August 2025 seine Stelle als neuer Schulleiter antrat. Beide bringen wertvolle Erfahrungen und Perspektiven mit, die den Schulalltag bereichern. Gemeinsam mit Urs Rüdisüli – langjähriger erfahrener Schulleiter an der Schule Sirnach – bilden sie ein Schulleiterteam, das engagiert und – zum Wohle aller – kompetent die Schule Sirnach leitet.
Eine weitere gewinnbringende Veränderung war im letzten Jahr die Verstärkung des Schulsozialarbeit-Team an der Schule Sirnach. Mit den Schulsozialarbeitenden Tina Egle (Kindergarten/Egg/Busswil), Gina Parolari (Primarschule Sirnach) und dem Bereichsleiter Roland Müller (Sekundarschule) haben drei kompetente Fachpersonen in Teilzeit ihre Arbeit an der Schule/Gemeinde Sirnach aufgenommen. Damit wurde – dank der wohlwollenden Unterstützung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger – ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung getan.
Des Weiteren beschäftigte sich eine engagierte Projektgruppe in den letzten Monaten intensiv mit der Schulraumplanung. Ihr Ziel war es, den mittel- und langfristigen Bedarf an Schulräumlichkeiten und deren zeitgemässer pädagogischer Ausrichtung zu eruieren. Dabei wurde grossen Wert daraufgelegt, Synergien mit der Gemeinde zu nutzen, um gemeinsam an optimalen Lösungen zu arbeiten.
Die Verantwortlichen handeln aktiv, übernehmen Verantwortung und treiben die Fertigstellung anstehender Projektplanungen voran. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle.
Allgemeines
Im Jahr 2025 besuchten durchschnittlich 811.5 Schülerinnen und Schüler unsere Schule. Die durchschnittlichen Klassengrössen betrugen im Kindergarten 18.12, in der Primarschule 18,09 und in der Sekundarschule 17.85 Schülerinnen und Schüer.
Wir freuen uns, dass unsere Schule von einem aktiven und kompetenten Team betreut wird.
Finanzen
Die Schulkommission geht mit den ihr zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln verantwortungsbewusst um. Eine transparente Kommunikation diesbezüglich ist ihr wichtig.
Dass die Kommission ihre Verantwortung im finanziellen Bereich innerhalb ihrer Kompetenzen wahrnimmt, zeigt sich erneut auf erfreuliche Weise in der Rechnung 2025.
Ein herzliches Dankeschön von Seiten der Schulkommission an:
- alle, die sich mit Herz und viel Engagement konstruktiv zum Wohle unserer Schule einsetzen
- die Schülerinnen und Schüler der Schule Sirnach für ihre aktive Teilnahme am Unterricht und ihre Leistungen
- die Eltern für das Vertrauen, dass sie der Schule Sirnach entgegenbringen und die aktive Unterstützung ihrer Kinder und deren Lehrpersonen
- die Kindergärtnerinnen, die Lehrpersonen, alle Fachlehrpersonen, die Logopädinnen und Heilpädagoginnen, die Schulsozialarbeitenden, die Hauswarte und deren Mitarbeiterinnen, das Personal im Hallenbad, die Rechnungsrevisoren, die Vikare und alle, die zum täglichen Gelingen und Erfolg an unserer Schule beitragen
- die Mitarbeiterinnen der Schulverwaltung für ihre kompetente Unterstützung und ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Schule Sirnach
- die Schulleitungen für ihre wertvolle Arbeit und ihr Engagement zugunsten einer Schule als Ort des Lernens, der Kreativität und der Entwicklung
- die Teamleitungen, welche die Schulleitungen mit grossem Einsatz unterstützen
- den Gemeinderat und alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für das Vertrauen, das Verständnis und die grosszügige Einstellung gegenüber den Anliegen der Schule.
Primarschule
Einführung der Schulsozialarbeit an der Schule Sirnach
Einer der Schwerpunkte im Kalenderjahr 2025 war der Start mit den drei Schulsozialarbeitern (SSA) im August 2025. Mit Gina Parolari für die Primarschule Sirnach ist der Start geglückt und die Unterstützung für die Eltern, die Schülerinnen und Schüler und die Lehrpersonen konnte sukzessive angehoben werden.
Schule handelt
Ein weiterer Roter Faden zog sich mit dem Projekt «Schule handelt» durch das Jahr. Dabei geht es um Stressprävention am Arbeitsort. Es ist ein praxiserprobter, evaluierter und ganzheitlicher Schulentwicklungsprozess zur Stärkung der Gesundheit von Lehrpersonen, Schulleitungen und weiteren Mitarbeitenden einer Schule (radix.ch). Die Vorbereitung, die Durchführung und die Analyse, sowie die Auswertung wurde durch die Schulberatung des Amtes für Volksschule begleitet.
Lerngespräche
Die Einführung der Lerngespräche an den Thurgauer Schulen im August 2024 beschäftigt uns weiterhin. Einerseits hat der Kanton Thurgau mit diesem Schritt eine schweizweite Vorreiterrolle eingenommen und andererseits sind wir als Schule überzeugt, dass dieses Zeitfenster für das Lernen unserer Schülerinnen und Schüler von grosser Bedeutung sein wird. Deshalb legen wir grossen Wert auf interne und externe Aus- und Weiterbildung unserer Lehrerinnen und Lehrer in diesem Bereich.
Schulentwicklung/Weiterbildung
Die Lehrpersonen bilden sich kontinuierlich in den verschiedensten Interessensgebieten, an fachspezifischen Kursen und an Veranstaltungen zu neuen Lehrmitteln oder Methoden weiter. Ein fester Bestandteil der Jahresplanung sind die Schulentwicklungstage (SET), an welchen die Lehrpersonen der Schule gemeinsam aktuelle Schulentwicklungsthemen bearbeiten. Sämtliche Themen haben direkt oder indirekt einen Bezug zum neuen Lehrplan Volksschule Thurgau (Lehrplan 21) oder zur neuen Beurteilung, die auf das SJ 21/22 eingeführt wurde.
Weiterbildung ICT
Weiterhin gute Erfahrungen machen wir mit der internen Weiterbildung der Lehrpersonen durch die Verantwortlichen des ICT. Diese Weiterbildung richtet sich im Wesentlichen nach den Anforderungen des Unterrichtes und den individuellen Fähigkeiten der Lehrerinnen und Lehrer. So kann die Weiterbildung sehr effektiv gestaltet werden.
In der Primarschule sind die Anforderungen an die Lehrerinnen des 2. Zyklus sehr hoch. Sie sind in grossen Teilen für die Entwicklung der ICT in der Primarschule verantwortlich und tragen die Hauptlast. Der Weiterbildungsstand ist hoch, muss aber immer wieder überprüft und angepasst werden. Das (ver-) braucht viel zeitliche Ressourcen und Energie. Im Jahr 2025 und in den folgenden Jahren wird die IT-Weiterbildung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) Schwerpunkte aufweisen.
Denk-Wege – Programm zur Förderung personaler und sozialer Kompetenzen (seit August 2023)
- DENK-WEGE ist ein Präventionsprogramm für die Kindergarten- und Primarstufe, das systematisch sozial-emotionale, sozial-kognitive und sprachliche Kompetenzen der Kinder fördert,
- die psychische Gesundheit und Resilienz stärkt und die Lernbereitschaft der Kindererhöht, und
- nach aussen und innen gerichtetes Problemverhalten und Gewalt reduziert, einschliesslich Mobbing.
Schulen bietet Denk-Wege einen systematischen und kumulativen Aufbau der überfachlichen Kompetenzen des Lehrplans 21 mit vielfältigen Verbindungen zu den Fachbereichen und entspricht den Good-Practice-Kriterien evidenzbasierter Prävention.
Qualitätsentwicklung Primarschule
Kollegiale Hospitation
Die kollegiale Hospitation haben wir im SJ 25/26 auf Kosten der externen Hospitation ausgesetzt. Das heisst, Lehrerinnen und Lehrer hospitieren an auswärtigen Schulen. Sie lassen sich inspirieren, knüpfen Kontakte, tauschen sich aus und bringen allenfalls Lösungsansätze für Herausforderungen an unsere Schule zurück.
Pädagogische Konvente
Im Jahre 2025 haben wir die Anzahl pädagogischer Konvente erheblich erhöht. Das heisst, es werden den Lehrpersonen vermehrt von den Schulleitungen geführte Zeitgefässe zur Verfügung gestellt, damit Austausch unter den Lehrerinnen und Lehrern und die Implementierung der verschiedenen Entwicklungsthemen verbessert werden kann.
Unterrichtsbesuch und Mitarbeitergespräch
Der Unterrichtsbesuch dient dazu, die Arbeitsweise der Lehrperson und ihrer Schülerinnen und Schülern zu beobachten und daraus Entwicklungshinweise abzuleiten. Im Mitarbeitergespräch MAG findet eine Standortbestimmung mit Zielvereinbarungen statt. Dabei gehen der Schulleiter und die Lehrperson im Besonderen auf die Schwerpunktthemen Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Fachkompetenz und Schulentwicklung ein. Auch im letzten Jahr haben die Unterrichtsbesuche stattgefunden. Es konnte in allen Schulzimmern ein qualitativ guter Unterricht beobachtet werden. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten motiviert und diszipliniert mit, und in den Gesprächen konnte eine hohe Arbeitszufriedenheit und auch eine beachtliche Entwicklungsbereitschaft festgestellt werden.
Sekundarschule
Der Fokus der neuen Schulleitung per August 2025 lag zunächst auf dem Kennenlernen der Schule, der Abläufe, des Teams sowie der Schülerinnen und Schüler. Parallel dazu wurden erste Entwicklungsimpulse angestossen.
Lernen, Leben und Gemeinschaft
Der Unterricht wird von den Lehrpersonen mit grossem Engagement gestaltet. Gemeinsame Anlässe wie der Auftritt am Weihnachtsmarkt und der schulinterne Weihnachtsanlass stärkten das Gemeinschaftsgefühl. Der Schulalltag wurde durch vielfältige Angebote – über den Unterricht hinaus – bereichert. Das Kennenlern- und Soziallager stärkte Zusammenhalt, Teamgeist und Eigenverantwortung, während die Berufswahlwoche praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufsfelder bot und die Selbstreflexion der Schülerinnen und Schüler förderte. Sportanlässe und Meisterschaften ermöglichten aktive Teilnahme und Erfolge auf kantonaler Ebene. Der MakerSpace ist als kreativer, projektorientierter Lernort fest im Schulalltag verankert. Ergänzend dazu trägt das Präventionsprogramm «Schule handelt» zu Gesundheit und einem positiven Schulklima bei. Der Schulentwicklungstag «Künstliche Intelligenz» bot der Lehrerschaft die Möglichkeit, Chancen, Grenzen und Einsatzmöglichkeiten von KI für den Unterricht zu erkunden.
Schule im gesellschaftlichen Wandel
Gesellschaftliche Entwicklungen wirken sich zunehmend auf den Schulalltag aus. Digitale Medien beeinflussen Kommunikation und Identitätsbildung, bergen jedoch auch Risiken wie Cybermobbing und ständige Erreichbarkeit. Polarisierung und unterschiedliche Meinungen machen es notwendig, Respekt, Toleranz und Dialogfähigkeit gezielt zu fördern. Ein respektvoller Umgang, online wie offline, bleibt dabei zentral, um ein sicheres und unterstützendes Lernumfeld zu gewährleisten.
Orientierung an der Vision 2035
Die Sekundarschule Sirnach versteht sich als Lernort, Arbeitsort, Lebensraum und Teil der Gesellschaft. Als Lernort fördern wir Lernen mit Kopf, Herz und Hand: individuelle Stärken werden gezielt ausgebaut, Freude am Lernen und eine reflektierte Fehlerkultur stehen im Zentrum. Digitale und zukunftsweisende Kompetenzen, etwa im MakerSpace oder durch KI-Projekte, bereiten die Schülerinnen und Schüler auf eigenverantwortliches, lebenslanges Lernen vor. Als Arbeitsort stehen Gesundheit, Arbeitsfreude und die professionelle Weiterentwicklung der Lehrpersonen und Mitarbeitenden im Fokus. Programme wie «Schule handelt» und Weiterbildungen sorgen dafür, dass dies aktiv gelebt wird. Gemeinschaft, Bewegung und Nachhaltigkeit prägen den Schulalltag als Lebensraum. Projekte, Lager und gemeinsame Anlässe schaffen Raum für soziale Interaktion und stärken den Zusammenhalt. Schliesslich bereitet die Schule die Jugendlichen durch Berufsorientierung, Kooperationen mit externen Partnern und den reflektierten Umgang mit gesellschaftlichen Themen auf ein verantwortungsbewusstes Leben in der Gemeinschaft vor.
Werte & Haltung
Die Sekundarschule Sirnach steht für eine ganzheitliche Bildung. Kognitive, soziale, emotionale und digitale Kompetenzen werden gezielt entwickelt. Respekt, Vertrauen und Wertschätzung bilden die Grundlage der Zusammenarbeit. Offenheit, Dialog und Innovationsbereitschaft prägen die Schulkultur.
Ausblick & Dank
Für die Zukunft stehen Medienkompetenz, soziale Verantwortung, resiliente Persönlichkeitsentwicklung, Mobbingprävention und Dialogfähigkeit im Fokus. Gleichzeitig wird der MakerSpace weiter ausgebaut und fest im Schulalltag verankert.
Mein Dank gilt allen Lehrpersonen und Mitarbeitenden, der Schulkommission, der Schulverwaltung sowie den Eltern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Gemeinsam gestalten wir die Sekundarschule Sirnach als lebendigen Lern- und Lebensraum, in dem Schülerinnen und Schüler wachsen, lernen und Verantwortung übernehmen können.
Kindergärten Sirnach, Schulstandorte Busswil und Egg, Sonderpädagogik
Neue Aufgabenverteilung der Schulleitungen
Die Schulleitungsebenen wurden neu aufgeteilt. Ab Februar 2025 ist die Schulleitung 3 neben den bisherigen Funktionen zusätzlich für die Schulhäuser in den Aussenstandorten Busswil und Egg verantwortlich, wo je vier Doppelklassen im Zyklus 1 und 2 geführt werden.
Personelle Situation in Busswil und Egg
Im Schulhaus Egg entstand eine herausfordernde Situation mit der Stellenbesetzung der 3./4. Klasse. Der neue Klassenlehrer, welcher neu ab dem Februar 2025 unterrichtete, musste bereits nach ein paar Wochen krankheitsbedingt ersetzt werden. Im neuen Schuljahr übernahm Monika Heim die 5./6. Klasse von Aline Stäheli, welche im Sommer einen Sohn gebar. Für die 3./4. Klasse konnte mit Marigna Franck und Fabio Hasler eine Lösung gefunden werden.
Im Kindergarten Busswil konnten wir mit Petra Suter eine erfahrene Kindergartenlehrperson gewinnen, die den Unterricht von Rahel Oswald ergänzt.
Die erfahrenen Lehrpersonen und insbesondere die Teamleitungen Nicole Moser (Busswil) und Sonja Feusi (Egg) sorgen für eine eigenständige, bunte Schulhauskultur an den Aussenstandorten.
Neue Lehrpersonen im Kindergarten
In den Kindergärten Brüehl I und Wilerstrasse haben im Sommer zwei neue Ergänzungslehrerinnen im Teilpensum angefangen, die parallel zum Unterrichten an der Pädagogischen Hochschule in Kreuzlingen ausgebildet werden.
Logopädie
Mit Fabienne Cuendet und Luzia Keller teilen sich zwei erfahrene und engagierte Lehrpersonen den Aufgabenbereich Logopädie. Es fällt auf, dass der Anteil der Lektionen für die logopädische Therapie sich auf jüngere Kinder verlagert, der Prozentsatz für Vorschulkinder also grösser wird. Dies macht Sinn, weil eine frühzeitige Erfassung meist bessere therapeutische Erfolge bringen.
Heilpädagogik
Uwe Mitlacher und Stefanie Rohner boten in Sirnach zusätzliche Unterstützung in den Fächern Mathematik, Deutsch und Begabtenförderung. Weil die Lehrpersonen in der Heilpädagogik Mangelware sind, lassen sich gleich drei unterrichtende Lehrpersonen ausbilden. Taha Memedi unterrichtete in Busswil, Eveline Waldburger auf der Kindergartenstufe und Marigna Franck im Schulhaus Egg. Neben der integrativen Förderung in der Klasse wurden Schülerinnen und Schüler mit speziellen Bedürfnissen (zB. ASS, ADHS) unterstützt.
DaZ (Deutsch als Zweitsprache) – Zielgruppe
Der Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) richtet sich an Kinder ohne Kenntnisse oder mit noch unzureichenden Kenntnissen der Unterrichtssprache. Auf der Kindergartenstufe wird dieser Unterricht integrativ in der Klasse angeboten. In der Primarschule werden die Kinder in verschiedenen Gruppen von Amanda Fräfel und Daniela Künzle gefördert. Eine neue Testung, die jährlich durchgeführt wird, zeigt hierbei die Fortschritte der Schulkinder.
SOVS – Selektives Obligatorium vorschulischer Sprachförderung
Hinter diesem Zungenbrecher verbirgt sich eine praktikable Förderung für Vorschulkinder, welche keine oder wenig Sprachkenntnisse haben. Ziel dieser Förderung ist eine bessere Integration in den Kindergarten. Die kantonalen Stellen ermitteln den Bedarf und finanzieren das Angebot. Während zweimal zwei Stunden pro Woche besuchen die Kinder in Sirnach unser «Kinder-Sprach-Stübli», wo sie neben der Sprache auch den Umgang in einer Gruppe lernen.
Eintritte
Als neue Mitarbeitende hat die Schulkommission folgende Personen eingestellt:
- Abdiji Drilona, Sekundarlehrerin E, Sekundarschulzentrum
- Artho Jael, Primarlehrerin, Schulhaus Breite
- Augustin Helen, Primarlehrerin, Schulhaus Breite
- Baumgartner Adrian, Unterrichtsassistenz, Sekundarschulzentrum
- Brennwalder Tabea, Kindergärtnerin, Kindergarten Wilerstrasse
- Brödel Laura, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Bundi Carlo, Schulleiter, Sekundarschule
- Burri Tobias, Zivildienstleistender
- Dudek Michelle, Primarlehrerin, Schulhaus Breite
- Erler Christina, Unterrichtsassistenz, Sekundarschulzentrum
- Franck Marigna, Primarlehrerin, Schulhaus Egg
- Gallo Leandro, Praktikant
- Graber Anna, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Haas Nicole, Primarlehrerin, Oberes Schulhaus
- Hallauer Jonas, Primarlehrer, Schulhaus Egg
- Hasler Fabio, Primarlehrer, Schulhaus Egg
- Heim Monika, Primarlehrerin, Schulhaus Egg
- Heimgartner Franziska, Kindergärtnerin, Kindergarten Brüel I
- Imhof Kilian, Schulleiter, Kindergärten, Schulhaus Busswil & Egg, Sonderpädagogik
- Matejka Eva, Primarlehrerin, Oberes Schulhaus
- Musch Felix, Sekundarlehrer, Sekundarschulzentrum
- Scholz Daniela, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Steiner Levin, Zivildienstleistender
- Suter Petra, Kindergärtnerin, Kindergarten Busswil
- Twiddy Vivien, Primarlehrerin, Schulhaus Egg
- Urech Daniela, Unterrichtsassistenz, Kinder-Sprach-Stübli
- Vonlanthen Eric, Sekundarlehrer G, Sekundarschulzentrum
- Weber Magdalena, Sekundarlehrerin E, Sekundarschulzentrum
- Wolf Margrit, Sekundarlehrerin, Sekundarschulzentrum
- Ziörjen Scarlett, Primarlehrerin, Oberes Schulhaus
Die Schulkommission und die Schulleitungen wünschen allen neuen Mitarbeitenden viel Freude und Erfolg bei ihrer Tätigkeit an unserer Schule.
Austritte
Auch im Jahr 2025 waren im personellen Bereich erneut einige Wechsel zu verzeichnen. Die Gründung einer Familie, Weiterbildungen, Fernweh, Pensionierungen oder der Wunsch nach einer neuen Herausforderung waren Gründe dafür.
Folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben unsere Schule verlassen:
- Abdiji Drilona, Sekundarlehrerin E, Sekundarschulzentrum
- Amicabile Eligio, Sekundarlehrer G, Sekundarschulzentrum
- Amort Monika, Primarlehrerin, Oberes Schulhaus
- Augustin Helen, Primarlehrerin, Schulhaus Breite
- Bühler Martina, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Fausch Priska, Primarlehrerin, Schulhaus Egg
- Gallo Leandro, Praktikant
- Genovese Salvatore, Zivildienstleistender
- Graber Anna, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Hallauer Jonas, Primarlehrer, Schulhaus Egg
- Herzog Sandra, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Kaddur Miran, Schulleiter, Sekundarschule
- Morath Doris, Kindergärtnerin, Kindergarten Wilerstrasse
- Roggensinger Jasmin, Unterrichtsassistenz, Schulhaus Busswil
- Russell Jennifer, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Schmid Christine, Unterrichtsassistenz, Kindergarten Egg
- Süess Marco, Sekundarlehrer E, Sekundarschulzentrum
- Thaddey Kim, Zivildienstleistender
- Wolf Margrit, Sekundarlehrerin, Sekundarschulzentrum
- Zivkovic Aleksandra, Primarlehrerin, Schulhaus Breite
Die Schule dankt allen ausgetretenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich für ihr grosses Engagement und wünscht ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg alles Gute und viel Erfolg.
Dienstjubiläen
Die Schulkommission und die Schulleitungen durften zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich zum Dienstjubiläum gratulieren:
Künzle Daniela, 10 Jahre
Moser Daniel, 10 Jahre
Moser Nicole, 10 Jahre
Alpiger Gabriela, 15 Jahre
Robisoyer Beatrice, 15 Jahre
Benedicto Annina, 20 Jahre
Schalch Cornelia, 20 Jahre
Zweifel Brigitte, 20 Jahre
Nef Johanna, 25 Jahre
Qualitätsmanagement in der Schule
Die jährlich von der Schulentwicklungs- sowie der Schulkommission verabschiedete Schulentwicklungsplanung definiert die strategischen Zielsetzungen für den Schulbetrieb. Die Verantwortung für diesen Prozess liegt bei der Qualitätsgruppe, die sich aus vier Lehrpersonen unterschiedlicher Schulstufen sowie den drei Schulleitungen zusammensetzt. Den Vorsitz der Kommission führt ein Mitglied der Schulkommission. Die Qualitätsgruppe greift relevante schulische Themen auf, erarbeitet dazu passende Projekte und Massnahmen und legt diese der Schulkommission zur Beschlussfassung vor.
Die Schulentwicklung konzentriert sich auf die Bereiche Organisation, Unterrichtsqualität, Schulumfeld, Öffentlichkeit, Prävention, Führung und Infrastruktur. In diesen Entwicklungsprozess sind sämtliche Bildungsstandorte in Sirnach, Busswil und Wiezikon/Egg eingebunden – von der Vorschule bis zur Sekundarstufe.
Ein besonderer Fokus liegt auf der frühkindlichen Sprachförderung sowie auf dem Makerspace-Ansatz, der selbstständiges Lernen und Arbeiten fördert und neu auch fakultativ ausserhalb des regulären Unterrichts genutzt werden kann. Als wichtiger Meilenstein konnte zudem unter breiter Beteiligung die Vision 2035 erarbeitet und mit 4 Legislatur- Schwerpunkten in die Schulentwicklungsplanung integriert werden.
Als neues bedeutendes Projekt wurde eine Befragung unter den Mitarbeitenden im Bereich Gesundheitsförderung durchgeführt, welche teilweise schnell und wirksam umsetzbare Verbesserungen am Arbeitsplatz ermöglichte.
Die regelmässige Überprüfung der Schulqualität ist ein zentraler Bestandteil der Führungskultur an der Schule Sirnach. Dabei nimmt der Dialog mit den Eltern einen wichtigen Stellenwert ein: Ihre Rückmeldungen werden soweit möglich aufgenommen und im Rahmen der schulischen Gegebenheiten sowie der Vorgaben des Lehrplans umgesetzt. Zu diesem Zweck werden jährlich Befragungen bei Schulabgängerinnen und Schulabgängern der Sekundarstufe sowie bei Eltern von Schülerinnen und Schülern nach einem Stufenübertritt durchgeführt. Diese Erhebungen liefern der Schulführung kontinuierlich vergleichbare Daten zur Zufriedenheit von Eltern und Lernenden. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für Massnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung der Schulqualität, welche von der Schulentwicklungskommission bearbeitet und von den Schulleitungen gemeinsam mit den Mitarbeitenden umgesetzt werden.
Pädagogisches Schulraumkonzept
Die Planungsgruppe «Pädagogisches Schulraumkonzept» hat sich zu mehreren Sitzungen getroffen. In einer ersten Phase wurde eine Bestandesaufnahme der bestehenden Schulräume in Bezug auf die Grösse und den aktuellen Zustand erstellt. Um festzustellen, ob unser Raumangebot zu klein oder zu gross ist, werden vergleichbare Kennzahlen wie z.B. die Anzahl m2 Nutzfläche pro Schüler ermittelt. Diese dienen dazu die Bedürfnisse und damit verbundenen Anpassungen transparent herleiten zu können und ermöglichen auch einen Vergleich mit anderen Schulen.
Ein weiter Punkt der zu Diskussionen führt, sind die pädagogischen Anforderungen an einen Schulraum in Zukunft. Wie wird im Jahr 2035 unterrichtet? Eine Frage die von niemandem beantwortet werden kann. Hier könnte ein möglichst hohes Mass an Flexibilität Abhilfe schaffen. Flexible Schulräume, die mit wenigen baulichen Massnahmen umgenutzt oder neu eingeteilt werden können, sind vielversprechender, anstatt das Erstellen von massgeschneiderten Raumlösungen die vielleicht schon nach wenigen Jahren wieder veraltet sind. Auch die bestehenden Liegenschaften sollen differenziert betrachtet werden. Ein über 100-jähriges Schulhaus wie z.B. das Obere Schulhaus in Sirnach wird nie mit einem Neubau vergleichbar sein. Man kann aber mit guten Ideen im Bestand Massnahmen ergreifen und so die Lernumgebung an die heutigen Bedürfnisse anpassen. Ein weiteres grosses Thema sind die Randzeitenbetreuung sowie der Mittagstisch. Angebote, deren definitiven Standorte sorgfältig geprüft werden muss.
Dreifachturnhalle Birkenweg
Der Neubau der Dreifachturnhalle Birkenweg schreitet wie geplant voran. Sowohl die Kostensituation als auch der Terminplan können eingehalten werden. Die Holzbaumontage Ende 2025 war ein besonderes Highlight auf dem Schulareal Grünau. Riesige Holzbinder wurden durch einen speziellen 450t Kran mit einer Ausladung von ca. 60m über die gesamte Hall gehievt, um dann auf den Zentimeter genau platziert zu werden. Die starke Leistung der Handwerker wurde mit einem Handwerkermittagessen kurz vor den Weihnachten wertgeschätzt. Aktuell läuft der Innenausbau auf Hochtouren und die Inbetriebnahme kann schon bald geplant werden. Insbesondere die Zuteilung der neuen Turnhallen für die Vereine muss frühzeitig und in gegenseitiger Absprache geplant werden.
Ziel ist es, dass die neue Dreifachturnhalle im Spätsommer 2026 anlässlich eines Eröffnungsfestes der Bevölkerung präsentiert wird.
Freizeitkurse
Das Ziel der Kommission für Freizeitkurse ist es, sinnvolle Freizeitaktivitäten anzubieten und aufzuzeigen. Vor allem die Kurse für die Kindergärten und Primarschule wurden im vergangenen Jahr rege genutzt. Diverse Kurse waren ausgebucht und wenn immer möglich wurde versucht, mit der Kursleitung einen weiteren Kurs anzubieten. Nachdem im Schuljahr 2024/2025 das Angebot auf die Sekundarschule ausgeweitet wurde, beschloss die Freizeitkurskommission das Angebot dahingehend auszuweiten, dass im Jahr 2026 die Vereine vermehrt in das Angebot der Freizeitkurse eingebunden werden sollen. Das ursprüngliche Ziel der Freizeitkurskommission – eine langfristige und sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten – rückt wieder vermehrt ins Zentrum.
Ein grosser Dank geht an alle Kursleitungen für die kreativen Ideen und die Bereitschaft einen Freizeitkurs anzubieten.
Mitteilungsblatt Sirnach Aktuell
Seit September 2025 erscheint das SirnachAktuell in einem neuen Design – es wirkt moderner, leichter und ansprechender. Die Schule Sirnach teilt die monatlichen Berichte in die vier Bereiche der Vision 2035 ein und bietet damit Einblicke in den Schulalltag.
Musikschule, Bibliothek, Kommission für Kinder- und Jugendpolitik Sirnach
Die Musikschule kann sich nach wie vor über leicht steigenden Zahlen freuen. Die Anzahl Kinder, die die Musikschule besuchen, sowie die Lektionen, in denen das musikalische Grundschulangebot unterrichtet wird, sind im letzten Jahr erneut leicht gestiegen. Die Tendenz zeigt weiterhin in Richtung weniger Einzel-, dafür mehr Zweier- und Gruppenunterricht. Die Gemeinde Sirnach, als Trägergemeinde, verzeichnet auch im Jahr 2025 neben der Gemeinde Münchwilen die meisten Schülerinnen und Schüler, die das Angebot der Musikschule nutzen. Die Zusammenarbeit mit der Musikschule Hinterthurgau ist für die Schule Sirnach von grosser Bedeutung.
Das abwechslungsreiche Jahresprogramm der Bibliothek bereichert das Leben in der Gemeinde Sirnach. Die Bilderausstellungen faszinieren jeweils die Schülerinnen und Schüler während der Bibliotheksbesuche.
Die Kommission für Kinder- und Jugendpolitik Sirnach organisierte zwei Vorträge zu den Themen «Die fast ideale Kindheit» und «Selbstkontrolle fördern».
Die Schilderungen aus den drei Bereichen zeigen, dass es neben dem Schulalltag viele Schnittstellenthemen gibt, die die Schule beeinflussen und macht die Zusammenarbeit in den verschiedenen Kommissionen bedeutsam.
Entscheid für neue Lösung Noten und Zeugnisse – Nutzung von Pupil
Im vergangenen Jahr konnten wir im Bereich der digitalen Schuladministration einen wichtigen Entscheid treffen. Für die Verwaltung von Noten und Zeugnissen wurde eine neue Lösung evaluiert. Dabei haben wir uns bewusst dafür entschieden, dass bereits vorhandene System Pupil künftig gezielter und umfassender zu nutzen.
Durch diese Entscheidung können bestehende Strukturen besser eingesetzt, Doppelspurigkeiten vermieden und die Prozesse rund um die Notenerfassung sowie die Zeugniserstellung weiter optimiert werden. Gleichzeitig schafft die Nutzung eines etablierten Systems mehr Kontinuität und erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen, Schulleitung und Verwaltung.
Die nächsten Schritte werden darin bestehen, die Umsetzung weiter voranzutreiben und die beteiligten Mitarbeitenden entsprechend zu begleiten und zu unterstützen.
Organisation des Examenessens
Ein besonderes Highlight im vergangenen Jahr war für mich die erstmalige Organisation des alljährlichen Examenessens. Unter dem Motto «Orientalisch» konnte ein stimmungsvoller und sehr erfolgreicher Anlass durchgeführt werden. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv, und der Abend bot eine wertvolle Gelegenheit für den gemeinsamen Austausch und das gemeinsame Feiern des Schuljahrabschlusses. Es freut uns sehr, dass dieser Anlass so gut gelungen ist und einen schönen Beitrag zum Schulleben leisten konnte.
Abschlussgespräch mit der GRPK – Empfehlungen im IT-Bereich
Im Jahr 2025 fand zudem das Abschlussgespräch mit der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) statt, bei dem die Empfehlungen im Bereich IT nochmals gemeinsam besprochen wurden. Erfreulicherweise konnten wir nahezu alle vorgeschlagenen Punkte bereits umsetzen.
Ein letzter offener Punkt betrifft ein umfassendes IT-Audit, welches wir als wichtigen nächsten Schritt betrachten. Dieses Audit wurde bereits in die Budgetplanung für das Jahr 2026 aufgenommen und wird im in diesem Jahr umgesetzt, um die IT-Infrastruktur der Schule weiter nachhaltig zu stärken und abzusichern.
Neubau Parkbad an der Murg – Fertigstellung Hochbau
Im Jahr 2025 konnte ein weiterer wichtiger Meilenstein im Projekt Neubau Parkbad an der Murg erreicht werden. Der neue Hochbau wurde fertiggestellt und offiziell eingeweiht. Es ist ein sehr gelungenes und modernes Gebäude entstanden, das sowohl funktional als auch architektonisch überzeugt.
Als Delegierter der Schulkommission durfte ich diesen Prozess weiterhin begleiten. An dieser Stelle möchte ich die professionelle und engagierte Arbeit der Baukommission besonders hervorheben. Dank der sorgfältigen Planung und Umsetzung konnte dieser bedeutende Projektschritt erfolgreich abgeschlossen werden.


















